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Eigenentwicklung

Aus der eigenen Küche: Roster365 für Sicherheitsdienstleister

26. Juli 2026 · 4 Min. Lesezeit

Die meisten Softwarehäuser bauen ausschließlich für andere. Wir tun beides: Neben der Arbeit an Kundenprojekten entwickeln und betreiben wir ein eigenes Produkt — Roster365, eine Software für Einsatzplanung, Zeiterfassung und Abrechnung bei Sicherheitsdienstleistern.

Das ist keine Nebenbeschäftigung, sondern bewusste Entscheidung. Wer ein Produkt über Jahre selbst betreibt, lernt Dinge, die man in einem abgeschlossenen Projekt nie zu spüren bekommt.

Warum ausgerechnet Sicherheitsdienste

Die Branche hat ein Planungsproblem, das Standardsoftware schlecht abbildet. Ein Dienstleister besetzt Dutzende Objekte mit unterschiedlichen Kunden, Schichtmodellen und Stundensätzen. Personal fällt kurzfristig aus, Qualifikationen müssen zum Objekt passen, und am Monatsende steht eine Abrechnung an, die pro Kunde anders aussieht als die Lohnabrechnung für dieselben Stunden.

In vielen Betrieben läuft genau das über gewachsene Excel-Tabellen. Das funktioniert — bis die Tabelle jemand anderes übernehmen muss, oder bis ein Zuschlag falsch gerechnet wird und niemand nachvollziehen kann, warum.

Was Roster365 abdeckt

  • Einsatzplanung über Wochen- und Monatsübersichten, mit Schichtvorlagen und Verfügbarkeiten der Mitarbeitenden
  • Zeiterfassung, die als Grundlage für Abrechnung und Lohn dient statt als separate Insel
  • Zuschlagsberechnung für Nacht-, Sonn- und Feiertagsstunden als eigenes Modul, damit die Regeln nachvollziehbar und änderbar bleiben
  • Abrechnung inklusive XRechnung und ZUGFeRD — seit der E-Rechnungspflicht kein Komfortmerkmal mehr, sondern Voraussetzung für öffentliche Auftraggeber
  • Lohn- und FiBu-Export in die Systeme der Steuerberatung
  • Abwesenheiten und Verfügbarkeiten, damit die Planung nicht gegen die Realität arbeitet

Was wir dabei gelernt haben

Mandantenfähigkeit ist eine Architekturentscheidung, keine Konfiguration. Jeder Kunde bekommt bei uns eine eigene Datenbank, erreichbar unter seiner eigenen Adresse. Das kostet Aufwand bei Migrationen und Betrieb — dafür lässt sich ein einzelner Mandant sichern, umziehen oder wiederherstellen, ohne dass irgendjemand sonst etwas merkt. Nachträglich hätten wir das nicht mehr eingezogen bekommen.

Fachlogik gehört nicht in die Oberfläche. Sämtliche Geschäftslogik liegt bei uns in klar getrennten Kommando- und Abfrage-Handlern. Das klingt nach Overhead, zahlt sich aber in dem Moment aus, in dem dieselbe Zuschlagsregel in der Planung, in der Abrechnung und im Lohnexport identisch greifen muss.

Rechnungsformate altern schneller als der Rest. XRechnung und ZUGFeRD haben wir deshalb als eigenständigen Dienst gebaut, nicht als Funktion irgendwo in der Abrechnung. Als sich die Anforderungen änderten, war das ein isolierter Eingriff statt einer Operation am offenen Herzen.

Der Betrieb schreibt das ehrlichste Lastenheft. Jede Supportanfrage zeigt, wo die Software gedacht statt beobachtet wurde. Diese Rückmeldung fehlt, wenn ein Projekt mit der Abnahme endet.

Was das für Ihr Projekt bedeutet

Wir kennen die Seite des Auftraggebers aus eigener Erfahrung: Migrationen an laufenden Daten, Kunden mit dringenden Anliegen, Entscheidungen zwischen sauberer Lösung und nächstem Release. Diese Erfahrung fließt in jedes Kundenprojekt zurück — bei Architekturfragen ebenso wie bei der Einschätzung, was sich später rächt.

Wenn Sie einen Sicherheitsdienst führen, schauen Sie sich das Produkt direkt an: www.roster365.net. Es gibt einen kostenlosen Testzugang.

Und wenn Sie vor einer eigenen Softwareentscheidung stehen — ob Individualentwicklung oder Ablösung einer gewachsenen Excel-Landschaft — sprechen wir gern unverbindlich darüber.